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Wie Stumböck zum Pionier der Kanada-Skisafaris wurde

Text: Bernhard Krieger

Wenn in der deutschen Ski-Szene von Skiurlaub in Kanada die Rede ist, fällt schnell der Name Stumböck. Kaum ein Reiseanbieter wird so stark mit dem Winterwonderland in Verbindung gebracht. Stumböck ist fast zum Inbegriff des Kanada-Skiurlaubs geworden. Mit seinen von eigenen Guides begleiteten Skisafaris hat der Stumböck Club aus Bayern Pionierarbeit geleistet. Vor mehr als 30 Jahren legte Firmengründer Peter Stumböck den Grundstein für einen der erfolgreichsten Skispezialreiseveranstalter in Europa.

Erste Stumböck Club-Kanadaskireise 1988

Peter Stumböck

1988 organisierte Peter Stumböck seine erste offizielle Kanada-Reise. Die Premiere war alles andere als eine spontane Idee. Schon während seiner Zeit als Bundeswehr-Offizier hatte Stumböck in seiner Freizeit privat für Skiclubs Reisen organisiert. Als der Major 1988 seinen Dienst bei der Bundeswehr quittierte, um etwas Neues zu machen, geisterte die Idee längst schon in seinem Kopf herum. Skireisen anzubieten, bei denen sich die Gäste um nichts kümmern müssen und sich einfach entspannen können.

Kanada Skireisen ohne Hürden

Vor allem für das damals noch relativ exotische Skiraumreiseziel Kanada waren derartige Angebote zu der Zeit kaum zu finden. Auf seiner ersten eigenen Skitour nach Kanada aber erkannte Stumböck sofort das Potential: Die Bergwelten im Westen des riesigen Landes waren überwältigend, die Weiter der unberührten Natur beeindruckend und die Schneequalität einzigartig. Kanada lockte mit enormen Mengen traumhaften Pulverschnees.
Das Skifahrerparadies aber wollte erst erobert werden. Kanada-Skireisen gab es kaum von der Stange und um in dem riesigen Land die besten Skiresorts auszumachen du dann dort auch noch die besten Runs zu finden, brauchte es schon ortskundige Guides. Zudem sprachen in der ersten Generation der Kanada-Skitouristen natürlich noch längst nicht so viele gut Englisch.

Stumböck-Guides wurden zum Markenzeichen

Das war Stumböcks Marktlücke. Er organisierte nicht nur perfekt ausgearbeitete Skireisen nach Kanada, sondern stellte seinen kleinen Gruppen von maximal zehn Gästen auch noch einen ortskundigen Guide rund um die Uhr zur Seite. So wurde die Gruppe schon am Flughafen in Kanada von dem Guide in Empfang genommen und im eigenen Stumböck-Van chauffiert. Wie ein guter alter Freund, der nach Kanada ausgewandert ist, sollte der Guide sich für seine Gäste um alles kümmern: Gute und günstige Restaurants ausfindig machen, den besten Ski-Shop suchen und der Gruppe Land und Leute näherbringen. Dass die Guides zudem noch hervorragende Skifahrer sein mussten und die Resorts mit all ihren verborgenen Geheimtipps wie ihre Westentasche kennen mussten, versteht sich von selbst. Stumböck-Guides waren – und sind bis heute – echte Alleskönner. Bis heute machen sie den Mehrwert jeder begleiteten Stumböck-Skisafari aus.

 

Eigenes Büro in Banff und zwei Hotels in Kanada

Die erste offizielle Kanada-Reise des 1988 gegründeten Stumböck Clubs führte in den Banff Nationalpark und nach Jasper. Ausgeschrieben als Leserreise eines Skimagazins war der Trip ein voller Erfolg. Bald folgten weitere Touren, in die immer häufiger auch Heliskiing-Komponenten integriert wurden – vor allem zusammen mit Selkirk Tangiers in Revelstoke. Der Stumböck Club wuchs. Immer mehr verwirklichten ihren Traum vom Kanada-Skiurlaub mit dem Spezialreiseveranstalter aus Bayern. Der umtriebige Stumböck reagierte auf den Boom und eröffnete in Kanada ein Büro und mit der Sun Peaks Lodge 1995 in Sun Peaks ein erstes eigenes Hotel. 1999 kam in Revelstoke das Hillcrest Resort Hotel dazu, das Stumböck mit seinem guten Freund und Geschäftspartner Bernhard Mazohl aufbaute. Das Hillcrest Resort Hotel ist die Basis von Selkirk Tangiers Heliskiing, das bis heute in viele Skisafari-Kombinationen von Stumböck mit Resort- und Heliskiing-Komponenten integriert ist.

2000 starb Peter Stumböck

2000 musste das bis dato vom Glück begünstigte Unternehmen jedoch einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Firmengründer Peter Stumböck stark plötzlich früh. Im Herbst 2000 übernahmen seine Tochter Pia Stumböck und Peter Stumböcks langjähriger Freund Bernhard Mazohl die Geschäftsführung. Seitdem wurde das Programm stetig ausbaut, angepasst und modernisiert – an der Grundidee von Peter Stumböck aber hielten die beiden fest.

Peter Stumböcks Idee lebt weiter

Bis heute steht Stumböck für bestens organisierte Ski- und Heliskireisen nach Kanada, in die USA, nach Japan und auch in die Alpen. Das Aushängeschild bleiben die von eigenen Stumböck-Guides begleiteten Skisafaris. Bis zu 80 Guides und 50 Minibusse sind im Winter für Stumböck unterwegs. Mit über 5000 Gästen pro Saison gilt der Stumböck Club als deutscher Marktführer für Skireisen nach Kanada.