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Aspen-Besitzer und KSL übernehmen Deer Valley

Text: Lukas Scheid

Es ist ein weiterer Streich für das noch namenlose Joint Venture des Aspen Besitzers Henry Crown and Company und KSL. Diesmal expandieren sie nach Utah, genauer gesagt nach Deer Valley – eines der luxuriösesten Skiresorts Nordamerikas.

Der Besitzer der Aspen Skiing Company, Henry Crown and Company, setzt zusammen mit KSL Capital Partners seinen Expansionskurs in Nordamerika fort. Die Shopping-Tour nimmt immer größere Ausmaße an. Das Joint Venture hat bereits Intrawest und die Mammoth Resorts übernommen (SKI USA berichtete). Nun folgt der nächste große Coup. Deer Valley ist bereits das 13. Skiresort im Portfolio des Joint Ventures, welches bislang noch keinen Namen trägt. Es ist jedoch das erste in Utah. Über die Summe der Übernahme wurden keine Informationen bekanntgegeben. Für die kommende Saison bleibt in Deer Valley alles beim Alten, bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Deer Valley rückt näher an Aspen heran

Mit der Übernahme von Deer Valley durch das Joint Venture aus Henry Crown and Company und KSL geht der Wettstreit mit den Vail Resorts um das größte Wintersport-Imperium der Welt in eine neue Runde. Seit Vail angekündigt hatte, Whistler im kanadischen British Columbia zu übernehmen, ist der Aspen-Besitzer ebenfalls auf dem Markt aktiv geworden und hat seitdem zusammen mit KSL landesweit und über die Grenzen hinaus investiert. Besonders spannend an der jetzigen Übernahme Deer Valleys ist die Nachbarschaft zu Park City, dessen Skiberg wiederum zu den Vail Resorts gehört.

Große Veränderung soll es in Utahs First Class-Resort, wie schon bei den vorherigen Übernahmen angekündigt, zunächst nicht geben. Doch eine Sache steht wohl zur Debatte. Deer Valley ist bisher ein reines Skigebiet, Snowboarderinnen und Snowboarder haben keinen Zutritt. Womöglich ist damit bald Schluss. “Wir werden mit dem Team vor Ort arbeiten und dann sehen, welcher Weg uns bei Schlüsselthemen wie Snowboarden nach vorne bringt“, kündigte David Perry, Präsident des Joint Ventures, an, „Es wird keine Entscheidung von oben geben. Wir werden uns ihre Vorstellungen anhören und davon für das Unternehmen lernen.“

Profitieren könnten vor allem die Besucher der Resorts. Zwar steht noch nichts Konkretes fest, aber man kann davon ausgehen, dass es ab der Saison 2018/19 ein besonderes Ski-Ticket für die Resorts des Joint Ventures geben wird. Die große Konkurrenz mit Vails Epic Pass könnte sich dann positiv auf den Preis des Tickets auswirken.